Neuro-Ökonomie und Altern

Aktuelle Studien untersuchen das Risikoverhalten und die Basis der Risikoentscheidungen bei jungen und alten Menschen.

In einer Studie wurde der Risk Perception und Investment Decision Task (RPID) bei jungen (25-35 Jahre) und älteren (65-75 Jahre) Erwachsenen durchgeführt. Interessanter  Weise unterscheiden sich die beiden Altersgruppen nicht in ihrer Neigung riskante Investitionen zu tätigen. Signifikante Unterschiede zeigen sich aber in der Weise wie die beiden Gruppen Risiko quantifizieren: Hierbei wählt die ältere Gruppe signifikant häufiger eine Methode die Verlustwahrscheinlichkeit einzuschätzen, die kognitiv einfacher zu verarbeiten ist.

Dieses Ergebnis wird von weiteren Untersuchungen gestützt die zeigen, dass die kognitiven Fähigkeiten im Alter abnehmen.

In der funktionellen Kernspintomographie kann weiterhin gezeigt werden, dass bei der jüngeren Gruppe vermehrt das ventrale Striatum und der ventromediale präfrontale Kortex (VMPFC) aktiviert waren. Diese beiden Hirnbereiche sind belohnungs-sensitive Hirnregionen. Dieses Ergebnis kann dahingehend interpretiert werden, dass junge Erwachsene mehr belohnungsorientierte Auswahlmechnismen anwenden während Ältere sich schlicht informationsbasiert entscheiden.

Relevant werden diese Erkenntnisse im zielgruppenspezifischen Marketing von (Finanz-) Produkten.

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