Corporate Agility – mit einfachen flexiblen Strukturen

Strukturen in einem komplexen System, also auch in einem Unternehmen, sind wichtig. In 90% der Unternehmen sind die Strukturen jedoch zu komplex, kompliziert und inflexibel – brauchen eine eigene Verwaltung für die Struktur selbst und haben sich zur Bürokratie entwickelt.

In der Softwareentwicklung sehen wir zwei interessante Phänomene: selbst organisierende Systeme und edge of chaos. Beides ist in der Tat nicht neu, seit Jahrmillionen funktionieren hoch komplexe Systeme in der Natur nach diesen Prinzipien.

Selbst organisierende Systeme passen ihre Struktur als Funktion aus Erfahrung und Umwelt/Markt an. Es gibt grundsätzlich keine Trennung zwischen lenkenden und ausführenden Akteuren. Das bedeutet konkret, dass das klassische Hierarchieprinzip einer Organisationsstruktur verlassen wird und alle Akteure des Systems potentielle Gestalter sind. Projekte können z.B. überall im Unternehmen angestoßen werden. Schlüsselentscheidungen werden gemeinschaftlich gefällt. Selbst organisierende Systeme erscheinen auf den ersten Blick chaotisch und nicht gerichtet. Dies ist bedingt korrekt widerspricht aber nicht der Effektivität und Wirtschaftlichkeit solcher Systeme.

Chaotische Systeme sind nichtlinear und auf den ersten Blick nicht durchschaubar = nicht begreifbar = nicht funktionsfähig? Diese Betrachtungsweise ist falsch und sollte nicht davon abhalten selbst organisierende System zuzulassen. In einer Selbstorganisation entsteht ohne äußeres Zutun evolutionär eine organisierte Struktur ähnlich wie im Phasenraum durch Attraktoren eine zielgerichtete Bewegung und damit Muster entstehen. Hierbei kann der Phasenraum dem Unternehmen gleichgesetzt werden und Attraktoren z.B. Unternehmenswachstum oder Produktqualität sein.

Ein konkretes Beispiel ist Software-Entwicklung im Internet wie das Betriebssystem Linux. Hier wird in einem offenen System ein hoch effizientes innovatives Betriebssystem entwickelt.

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