Oxytocin Wirkung ist abhängig vom Kontext

Oxytocin ist in der Literatur zur Neuroökonomie bekannt als das „herding hormone“. Dies bedeutet, dass es bei erhöhten Spiegeln zu einer Gruppenkonformität beträgt. Da die Oxytocin Ausschüttung neben angenehmer Berührung auch durch Geruchs-, Klang- und Lichtstimulation erhöht werden kann ist es ein neuroökonomisch interessantes Hormon.

Neuere Studien zeigen allerdings ein differenzierteres Wirkmuster. In einer Studie wurde das Allianzverhalten und die Gruppenkonformität genauer untersucht. Das Ergebnis ist, dass die subjektive Präferenz durch Oxytocingabe beeinflussbar ist. Jedoch ist die Wirkung abhängig vom Kontext, d.h. nur die „in-group“ Konformität wird durch Oxytocin positiv beeinflusst. Das „out-group“ bleibt unbeeinflusst oder es konnte sogar eine erhöhte Aggressivität gegenüber Außenseitern beobachtet werden.

Oxytocin ist demnach aus neuroökonomischer Sicht differenzierter zu betrachten als bisher angenommen.

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